Chronik2018-10-22T01:36:05+00:00

Mai 1949

1949 / 0 Jahre

Wir schreiben das Jahr 1949. Wie in den Nachbarorten wird auch in Unterschneidheim der Wunsch spürbar, Fußball nicht nur als Freizeitbeschäftigung sondern regelmäßig und im Wettkampf zu spielen. So treffen sich am 2. Mai 1949 unter der Initiative von Xaver Wolf und Isidor Kienle im Gasthaus „Zum Grünen Baum“ in Oberschneidheim fußballbegeisterte Männer:

Mit dabei sind:

Baumann Erwin, Rinn Anton, Eiberger Richard, Frick Franz, Frick Josef, Gentner Xaver, Hauer Hans, Joas Anton, Joas Hans, Kaufmann Max, Kienle Konrad, Kienle Isidor, Lutz Josef, Nagler Xaver, Rinn Karl, Schimmele Rupert, Schmid Hubert, Wolf Eugen, Wolf Xaver, Wünsch Karl und Zeller Andreas.

Aus ihrer Mitte wählen sie folgende 1. Vorstandschaft:

1. Vorstand: Frick Franz
2. Vorstand: Wolf Xaver
Kassierer: Wolf Eugen
Schriftführer: Schmid Hubert
Spielführer: Wolf Xaver

Der Sportclub Unterschneidheim ist offiziell gegründet.

Als Sportplatz wird der Garten beim Mansenwirt hergerichtet.

Noch im Gründungsjahr beginnt der offizielle Spielbetrieb mit einem Pokalspiel gegen Tannhausen.

Spieler der aller ersten Generation sind unter anderen:
Helmut Stammwitz, Albert Niederle, Xaver Wolf, Anton Schmid, Alois Roder, Rudi Haas, Johann Eidenbenz, Franz Scheiring, Isidor Kienle, Jakob Epacher, Hans Neubauer, Adolf Blanarsch, Erwin Blanarsch, Anton Schimek, Richard Klauser, Josef Gentner, Fred Tobias, Karl Wurstner, Josef Zirn.

Schon im nächsten Jahr übernimmt Xaver Wolf das Amt des 1.Vorsitzenden und er ist bis heute das Bindeglied zwischen den Generationen geblieben. Bis heute ist er die Symbolfigur für den SC Unterschneidheim und dafür wurde er auch zum Ehrenvorsitzenden gekürt.

Bereits im Spieljahr 1952/53 gelingt dem SC Unterschneidheim die C-Klassenmeisterschaft der Gruppe II und die Kreismeisterschaft über die Sportfreude aus Rosenberg.
Nach langem und intensivem Suchen und schwierigen Erdarbeiten kann im Mühlfelde auf dem Acker der Familie Luise Bühler ein Sportplatz errichtet werden, der mehr als 40 Jahre Bestand haben sollte.

Trotz eifrigen Bemühen lässt sich der sofortige Wiederabstieg nicht vermeiden. Doch bereits 1955 wird man durch einen 2:1 Sieg gegen den VfB Tannhausen wiederum Kreismeister.
Unter den Vorständen Johann Pentz, Fridolin Brendle, Konrad Kienle und Eiberger Richard wird in den Folgejahren recht erfolgreich Fußball gespielt.
Dabei erscheint immer häufig der Name Rinn und hier sind es vor allem Karl Rinn und Alfons Rinn, die auch bei den Nachbarvereinen als Symbolfiguren des SC Unterschneidheim gelten.

Mai 1959

1959 / 10 Jahre

Wir schreiben das Jahr 1959, der SC Unterschneidheim ist 10 Jahre alt geworden, genauso alt wie wir.

Die Jugendarbeit macht sich bezahlt: Nachdem man in diesem Jahr noch durch eine 5:1 Niederlage gegen Gussenstadt das Endspiel verliert, gelingt 1960 der ganz große Wurf: Mit einem großen Vorsprung vor dem SV Kerkingen wird man Aufsteiger in die B-Klasse und zugleich Bezirkspokalsieger aller C-Klassen.

In den folgenden Jahren wird die Fußballmannschaft mit den Vorständen Karl Kuhnhaus, Nagler Josef und Wagner Norbert in der neuen Klasse eine feste Größe. Im Jahre 1964 kann der Verein die erste Flutlichtanlage der Umgebung seinen Spielern zum Training überlassen.

Einen weiteren Höhepunkt im Fußballgeschehen stellen die Jahre ab 1966 dar: Unter der Trainertätigkeit von Alfons Rinn wird man hinter dem TSV Ellwangen Vizemeister und in der Saison 1967/68 gelingt mit Anton Gutheiß als Trainer und Eugen Göggerle als Betreuer nach einer schweren Runde die B-Klassenmeisterschaft und der Aufstieg in die A-Klasse. Die Zeitungen berichten von „Klein-Alsenborn“ im Kreis Aalen.

Mai 1969

1969 / 20 Jahre

Wir schreiben das Jahr 1969, der Verein wird 20 Jahre alt.

Unter der Vorstandschaft von Martin Pfauth wird der Sportplatz erneuert. Die Fußballspiele müssen deshalb auf einem Ausweichplatz – der „Pond-rosa“- durchgeführt werden .

Obwohl man pünktlich zum Jubiläum als 5.-letzter wieder absteigen muss, ist man in Unterschneidheim nicht allzu traurig darüber. Noch heute spricht man von den hervorragenden Spielen dieser Saison – zum Beispiel spielt man zusammen mit dem VfR Aalen in einer Klasse – und zwar zurecht: Es soll die höchste Spielklasse bis zum heutigen Zeitpunkt bleiben.

Rechtzeitig zu diesem 20-jährigen Vereinsjubiläum wird auch ein kleines Vereinsheim errichtet. Zum Jubiläumsturnier stiftet die Kleiderfirma Strubel einen Wanderpokal, der in den folgenden 30 Jahren 15 mal ausgespielt wird und der in der näheren Umgebung viele Jahre lang den Höhepunkt der Pokalturniere darstellt. Alle beteiligten Mannschaften – SV Kerkingen, SV Kirchheim/Dirgenheim, DJK Nordhausen/Zipplingen, VfB Tannhausen, SC Unterschneidheim und FSV Zöbingen gewinnen mindestens einmal den Pokal. ….

Die Volkswanderbewegung hält Einzug im Lande und so wird in Unterschneidheim unter der Federführung von Hugo Gentner und Josef Stark und der Vorstandschaft von Max Gentner auch beim SC Unterschneidheim eine Abteilung „Wandern“ gegründet. Für mehr als 12 Jahre können Wanderer die nähere Umgebung von Unterschneidheim erwandern, und viele tausende Wanderbegeisterte erleben die Schönheiten unserer Heimat.

Die Jugendarbeit wir ausgeweitet und eine C-Jugend unter der Leitung von Albert Bühler und Franz Schimmele nehmen den Spielbetrieb auf. Die 1. Meisterschaft wird bereits im Jahr 1974 errungen – pünktlich zur Feier des 25-jährigen Vereinsjubiläums. In einem großen Festzelt wird unter der Vorstandschaft von Hans Thumm ein Festbankett und ein Festabend mit den Kaiserlich Böhmischen geboten. Untrennbar verbunden mit den Erfolgen in den ersten 25 Jahren ist der Name Isidor Kienle, der in den verschiedensten Positionen als Spieler, Spielführer, Abteilungsleiter, Ausschussmitglied, Kassenprüfer und 2.Vorsitzender – bis dahin für den Verein tätig ist. Deshalb wird er an diesem Festabend zum bisher einzigen Ehrenmitglied ernannt.

Mit vereinten Kräften kann in den folgenden Jahren der Abstieg verhindert werden. Die B – Jugend mit Nikolaus Bühler und die A-Jugend mit Hermann Rinn als Trainer werden nacheinander Meister in ihren Klassen. Mit großen Hoffnungen und vielen hoffnungsvollen Nachwuchstalenten steigt man in die Saison 1977/78 ein. Nach einer schwachen Runde steigt man zusammen mit dem FSV Zöbingen in die C-Klasse ab.

Januar 1975

Tischtennis 1975-1979

Ein altes Sprichwort sagt: „Aller Anfang ist schwer“. Um zu zeigen, dass ein Anfang auch leicht gemacht werden kann, gründeten im Jahr 1975 sechs Aktive (Alfons Rinn, Karl Max, Xaver Graf, Hubert Forster, Franz Graf und Walter Frick) zusammen mit 4 Jugendlichen (Johann Graf, Hugo Kaiser, Josef Bock und Rudi Kienle) die Tischtennisabteilung des SC U und melden somit erstmals eine Jugend- und eine Herrenmannschaft zur Teilnahme an der Spielrunde an.

In den Anfangsjahren wird sehr viel Wert auf Kameradschaft gelegt. Dies führt dazu, dass man beim Platzwirt häufig Überstunden leisten muss bis die Tischtennisler ihre „Spielersitzungen“ endlich beenden. So macht es auch nicht aus, dass man sportlich noch keine Ambitionen auf höhere Klassen hat.

Oktober 1976

Turnen 1976-1979

Im Herbst 1976 – der Sportclub besteht nun seit 27 Jahren – treffen sich im Gymnastikraum der Schule in Unterschneidheim 50 Frauen und Mädchen. Sie folgen dem Aufruf des damaligen Vorsitzenden Isidor Pfauth , bei genügendem Interesse einen Frauenturngruppe zu gründen. Der Andrang ist so groß, dass zwei Gruppen gebildet werden können; eine für die jüngeren und eine für die älteren Frauen. Somit werden zum ersten Mal Frauen Mitglied im SC Unterschneidheim. Eine Übungsleiterin wird auch schnell gefunden: Frau Hopfensitz, eine Lehrerein von der Schule in Unterschneidheim.

Zwei Jahre später gibt Frau Hopfensitz aus persönlichen Gründen ihre Übungsleitertätigkeit auf. Margret Holzinger und Hildegard Kienle übernehmen sofort die beiden Turngruppen. Margret Holzinger übernimmt als Abteilungsleiterin die Abteilung und behält dieses Amt bis zum heutigen Tage bei.

Die beiden Übungsleiterinnen Margret Holzinger und Hildegard Kienle besuchen Kurse und machen den Übungsleiterschein.

Mai 1979

1979 / 30 Jahre

Wir schreiben das Jahr 1979.

Eine große Aufgabe steht bevor: Der Sportclub feiert sein 30-jähriges Jubiläum. Mit vier Tänzen können die Mädchen der jüngeren Gruppe zum Gelingendes Festabends beitragen.

Ebenfalls in diesem Jahr wird die neue Turnhalle fertig gestellt und unter Mitwirkung der Gymnastikgruppe mit einer Ballgymnastik eingeweiht. Von diesem Zeitpunkt an können die Turngruppen ihre Übungsstunden in der Turnhalle abhalten.

Januar 1980

Tischtennis 1980-1989

Aber wo die Kameradschaft stimmt, stellt sich dann auch zwangsläufig irgendwann der erste sportliche Erfolg ein. Die Herrenmannschaft schafft 1983 den 1. Aufstieg der Abteilung und spielt von nun an in der Kreisklasse B. Im Jahr 1985 kann der er­ste Neuzugang verzeichnet werden. Dieter Schmidt verstärkt die 1. Mannschaft, wodurch diese 1986 auch prompt in die Kreisklasse A aufsteigt. Angelockt von den sportlichen Erfolgen wechseln die zwei Spitzenspieler des TV Bopfingen zum SCU. Dies führt dazu, dass die 1. Mannschaft 1987 als Aufsteiger gleich wieder aufsteigt. Erstmalig kann eine 2. Herrenmannschaft gebildet werden.

Weiterhin tritt das Ehepaar Ehrlicher 1986 ebenfalls in die Tischtennisabteilung ein. Beide setzen sich in den folgenden Jahren sehr für die Abteilung ein. Elke Ehrlicher beginnt mit dem Neuaufbau einer Schülerinnenmannschaft und übernimmt fort an das Training für die jungen Mädchen. So konnte 1989 erstmals eine Schülerinnen­mannschaft gemeldet werden. Damit wird der Grundstein für das Damentischtennis des SCU gelegt.

Zeitgleich beginnt Klaus Hauber mit dem Neuaufbau einer Schüler- bzw. Jugend­mannschaft. 1986/87 meldet der SCU erstmals eine Tischtennis-Schülermannschaft. Die daraus hervorgehende Jugendmannschaft schafft 2 Aufstiege hintereinander und spielt 1989 in der Bezirksliga, der zweithöchsten Klasse bei den Jugendlichen.

1989 vergrößert sich die Abteilung noch einmal durch zwei Neuzugängen aus Röttingen und einem aus Burgoberbach. Eine 3. Herrenmannschaft kann gebildet wer­den.

In den ersten fünfzehn Jahren ist die Abteilung von 2 gemeldeten Mannschaften auf jetzt insgesamt 5 angewachsen.

Turnen 1980-1989

Das Angebot der Turnabteilung wird weiter ausgebaut: Mit Walter Manner kann ab 1980 regelmäßig Kinderturnen angeboten werden, 3 Jahre später übernimmt Ulrike Jörger eine weitere Kinderturngruppe. An verschiedenen Festen und Veranstaltungen zeigen die Kinder ihr Können.

1984 wird durch Margret Holzinger eine Mutter-Kind- Turngruppe für Mütter und Väter mit Kindern bis zum Schulalter ins Leben gerufen. Dieses Angebot, Mütter und Kinder turnen, tanzen und spielen gemeinsam wird mit großem Interesse wird mit großem Interesse und Eifer in Anspruch genommen.

Fußball 1980-1989

Nach dem Abstieg versucht man den sofortigen Wiederaufstieg. Drei Mal in Folge wird man sehr knapp Vizemeister. Doch im Jahr 1982 gelingt der ganz große Erfolg: Unter der Vorstandschaft von Heinz Schromm und Hermann Feichter als Trainer gelingt die lang ersehnte Meisterschaft und nach grandiosen Siegen gegen Mannschaften, die 2 Klassen höher spielen, die Bezirkspokalmeisterschaft, der größte Erfolg in der Fußballabteilung. Auch in der Kreisliga A findet man sich gut zurecht und kann obere Plätze erreichen. Mit Hans Schillerwein gelingt 1985 der Einzug ins Pokalendspiel, man wird Pokalbester der Kreisliga A und spielt wiederum um den Württembergischen Pokal mit.

Der Verein trägt den Bedürfnissen Rechnung und in Erwartung der anstehenden Flurbereinigung beschließt der Verein unter der Vorstandschaft von Nikolaus Bühler ins Sportzentrum umzuziehen. Nach den Plänen von Architekt Gregorius wird in 2-jähriger Bauzeit unter der Regie des damaligen 2.Vorsitzenden Holger Grüner und der tatkräftigen Mithilfe vieler Vereinsmitglieder ein großzügiges Vereinsheim erstellt. Mit Stolz kann dieses Heim 1987 eingeweiht werden, der Fanclub mit Marianne Zeller überreicht einen Scheck in Höhe von 10.000 DM.

Januar 1990

Fußball 1990-1999

Der Verein und damit die Fußballabteilung in Schwabenalter. Man steigt wieder in die Kreisliga B ab. Trotz großer Anstrengungen und viel Trainingsfleiß unter den Trainern Bernhard Joas und Manfred Zeller gelingt der Wiederaufstieg bis heute nicht. Der 3. Platz und das Abschiedspiel für Manfred Zeller 1994, die Meisterschaft der Reserve 1995 und der 3.Platz 1998 bleiben die statistischen Erfolge der 90-er Jahre.

Ganz im Gegensatz hierzu reihen die Jugendmannschaften der F-Jugend, E-Jugend und C- Jugend Meisterschaften und Pokalsiege aneinander.

Der Erfolg der Fußballabteilung kann auch draußen vor der Turnhalle für jeden sichtbar bewundert werden. Mit Manfred Zeller, Christoph Leberle, Michael Joas und dem sehr rührigen 2. Vorsitzenden Hermann Geiger an der Spitze wird ein stadionähnlicher Rasenplatz und ein Trainingsplatz erstellt. Die Aktiven Spieler sowie die AH-Fußballer haben sich hier ein Denkmal gesetzt. Wie alle Bauvorhaben in den Jahren zuvor so ist es auch diesmal nur dadurch möglich, dass die Gemeinde Unterschneidheim mit BM Schenk an der Spitze großzügigst mithelfen und der WLSB und der Staat ihren Teil zum Gelingen beitragen.